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 Der Einbau von Platinen, ob selbstgeätzt oder kommerziell gefertigt in    
 Weißblechgehäuse kann seine Tücken haben.
 Wie man entspannt zu einem, meiner Ansicht nach vorzeigbarem Ergebnis   
 kommen kann, möchte ich hier beschreiben.

1. Weißblechgehäuse gibt es in unterschiedlichen Größen, aber nicht immer stimmen die Abmessungen mit den angegebenen Daten überein. So empfiehlt es sich nur Produkte von bekannten Herstellern zu verwenden. Die Fa. Schubert liefert excellente Gehäuse, wo auch die Abmessungen stimmen. http://www.schubert-gehaeuse.de/

2. Platine zuschneiden. Platine einpassen. An den Ecken, wo die Weissblechteile sich überlappen sind mittels einer Feile kleine Aussparungen in die Platine einzubringen.

3. Nun ist zu überlegen, ob Bohrungen in die Seitenteile eingebracht werden müssen. Falls dies erforderlich ist sind diese nun durchzuführen. Vorher sollte man sich allerdings im Klaren sein, in welcher Höhe die Platine ins Gehäuse gelötet werden soll. Ich verwende seit geraumer Zeit fast nur noch Koaxkabeleinführungen mittels Ader-Endhülsen. (An anderer Stelle von mir beschrieben.) Dies bedarf nur kleiner Bohrungen, ist absolut kostensparend und HF-mäßig eine einwandfreie Angelegenheit. Natürlich kann jede Art von passender Buchse, Durchführungskondensator etc. verwendet werden.

4. Die überlappenden kleinen Flächen des Weissblechgehäuses werden nun mittels eines kräftigen Lötkolbens (ich verwende eine Weller Lötstation) dünn verzinnt. Auf einer ebenen Unterlage werden nun die beiden Seiten des Weißblechgehäuses justiert und von innen ohne weitere Zugabe von Lötzinn nur durch Berühren mit der Lötkolbenspitze verbunden.

5. Jetzt wird die Platine in richtiger Höhe eingelegt. Ich verwende dazu 4 passende 13mm Metallmuttern als Unterlage innerhalb des Gehäuses .An mehren Sellen , vorzugsweise in den Ecken verlöte ich nun die Platine mit dem Gehäuse. (Damit später nichts mehr verrutscht)

6. Ebenfalls mit einer kräftigen Lötspitze verlöte ich nun die Platine rundherum mit dem Gehäuse. Ich verwende Lötzinn, mit Flussmittel SN60, 1,5mm stark. Weil nach dem ersten Lötgang, meistens noch kein befriedigendes Ergebnis der Lötung vorliegt, führe ich nun noch einmal den Kölben, in einer stetigen, langsamen Bewegung um die Ränder der Seiten, bis eine perfekte Lötnaht vorliegt. Dies muss man mal üben ! Bei doppelseitig beschichteten Platinen ist dies natürlich auch für die 2. Seite durchzuführen.

7. Jetzt wird alles abgekühlt. Nun werden mit einem, in etwas Aceton (gibt's im Baumarkt) getränkten Lappen die Kolophonium Rückstände an der Lötnaht entfernt.

Fertig ! Übung macht den Meister.

Hier, als Ermutigung eine von mir eingelötete Platine.

Viel Erfolg.

Platine bestückt, Oberseite

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