Warum neue 70cm Contestantennen bei DF1JM ?

Jahrelang habe ich mit Antennen experimentiert und öfters gedacht, den Stein der Weisen nun gefunden zu haben. Viele Conteste lang hat die 8- fach gestockte Hybrid-Quad gute Dienste geleistet und ebenso haben Antennen nach DL6WU, (GÜnther Hoch) bei mir viele QSO's und gute Plätze bei Wettbewerben ermöglicht. Seit etwa 2 Jahren arbeite ich an meinem Contest-Standort (JO30FQ) nun mit Antennen aus dem Design von DK7ZB.

Bei meinem Contest- Standort handelt es sich um einen völlig unbewaldeten Hügel mit freier Sicht nach Norden, Osten und Südosten. Durch enorm starke Winde sind Antennen dort ungeheuren Belastungen ausgesetzt und viele haben den letzten Winter nicht überstanden. So habe ich schon seit langer Zeit die Antennen vor Contestbeginn immer wieder neu aufgebaut! Als Single-Operator und Einzelkämpfer konnte ich auf dem dortigen Mast leider immer nur 2 Antennen montieren. 4 Antennen waren mechanisch von mir alleine nicht mehr zu händeln.

Das bewährte Design nach DK7ZB kommt mir in der Eifel sehr zugute , da ich mir durch das sehr gute Vor/Rückverhältnis, nun, bei den 12 Element Antennen, mehr als 35dB ! einen gewissen Abstand von den starken Signalen anderer Conteststationen verschaffen konnte.

Nun, die Konkurrenz schläft nicht und rüstet immer weiter auf. Mit meiner 2-er Gruppe (je 13 Element) liege ich weit unterhalb der Ausrüstung meiner Mitstreiter. Es bleibt mir also nichts weiter übrig, als meine Antennenanlage zu modifizieren. An meinem anderen Equipment kann ich gravierend nichts mehr verbessern. (Glaube ich.)

So habe ich nun 4 Antennen, natürlich vertikal gestockt gebaut (je 12 Elemente) die mit je einem ungeteilten Boom von 20mm Querschnitt ausgerüstet sind. Die mechanische Festigkeit scheint mir ausreichend zu sein. Zudem kann ich auf die Hilfe von einem befreundeten OM (DL1KFS, Franz) zurückgreifen, der mir half, die Mastbefestigungen, seitliche Ausleger, in super Qualität, aus rostfreiem Stahl herzustellen.

Eine Befestigung der Antennen am Mast selber (50mm Durchmesser) kam aufgrund der ungünstigen Beeinflussung auf das Strahlungsdiagramm nicht in Frage. So wurden die Antennen an den senkrechten Auslegern lediglich mittels Aluplatten geklemmt befestigt. Dies hat sich schon in der Vergangenheit sehr bewährt. Zusätzliche Bohrungen am Boom sind hierbei nicht erforderlich.

Zum Vergrößern der Bilder bitte auf diese klicken.

4x12Element Yagi nach DK7ZB Die ersten 3 Elemente

Anschlusskasten ohne Tefloneinlage Anschlusskasten mit Tefloneinlage Klemmplatte zur Befestigung des Boom Klemmplatte zur Befestigung des Booms Klemmvorrichtung Dipol mit Anschlusskabel

Alle Materialien für den Bau der Antennen habe ich bei Attila, DL1NUX bekommen. Obwohl ich zuerst Bedenken, bzgl. der Qualität der Bauteile hatte, muss ich nun sagen, das ich dort ausgezeichnete Metalle, Elementhalter und Edelstahlbefestigungen zu einem fairen Preis bekommen habe.

Nuxcom : http://www.nuxcom-shop.de/

Einzig den Anschlusskasten für die Strahler habe ich aus mechanischen Erkenntnissen nicht dort, sondern bei Conrad- Elektronik bezogen. (HIT-BOX GRAU TYP 1001) Die Elemente (12mm) habe ich mittels etwas erweiterter PG13 Buchse in die Anschlussdose geführt. Dies gibt eine sehr gute Stabilität. Damit innerhalb des Kastens keine Überschläge entstehen, habe ich eine Teflonfolie unterhalb des Strahlers gelegt.

Übrigens: Da selbst bei kürzester Montage immer noch Zuleitungen von mehreren Millimetern Länge zwischen Transformationsleitung und Strahler zustande kommen, musste ich bei meinen Antennen an jeder Seite des Strahlerelementes 4 mm absägen. Um diese Zuleitungen trotzdem so kurz wie möglich zu halten, habe ich keine Kabelschuhe, sondern normale Lötösen verwendet. Auf den Bildern kann man die Montage sehen.

Die Frage der Kopplung der Antennen untereinander stellte sich mir nicht, da ich von vorne herein wusste, dass ich keine Stecker (außer am Antennenanschlusskasten) innerhalb der Antennenanlage verwenden möchte. (Verluste, Witterung, Kosten) So habe ich die einzelnen Verbindungskabel bis auf den Millimeter genau ausgemessen und dann an den Enden mit den anderen Kabeln spitz verlötet.

Siehe hierzu auch: Impedanzmäßig richtige Kopplung von Antennen →Technik

Als Witterungsschutz habe ich Schrumpfkappen verwendet und als Kabel ECOFLEX 10 genommen. Dazu gibt es spezielle N- Stecker mit verändertem, dickerem Mittelstift !

→ Kabel und Stecker habe ich erhalten bei: http://www.kabel-kusch.de/

Die Reflektionsmessung ergab ein SWR von 1:1,1 bei 432,200 MHz über die gesammte Antennenanlage. Einen Powertest mit 1KW hat die Anlage problemlos gemeistert. Das Richtdiagramm entspricht den Angaben von DK7ZB.

Aufbau mit Franz DL1KFS fertig aufgebaute 4-fach gestockte Gruppe

Wer mehr über diese wunderbaren Antennen und deren genaue Abmessungen wissen will, der sei verwiesen auf die Internetseite von Martin Steyer, DK7ZB: http://www.mydarc.de/dk7zb/start1.htm